Stift St. Marien
Im Zeichen der lippischen Rose

Historie

Das Stift St. Marien zu Lemgo ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, über die dem Landesverband Lippe nach § 4 des Gesetzes über die Vereinigung des Landes Lippe mit dem Land Nordrhein-Westfalen vom 5. November 1948 Rechte in dem Umfange zugewiesen sind, in welchem sie früher dem Land Lippe zustanden. Das Stift St. Marien zu Lemgo führt als Dienstsiegel das frühere lippische Landeswappen (Lippische Rose) mit der Aufschrift „Stift St. Marien zu Lemgo“.

Gesetzlicher Vertreter des Stifts ist der Stiftsrentmeister. Ihm obliegt die Verwaltung des Stiftsvermögens. Der Stiftsrentmeister wird auf Beschluss der Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe durch den Verbandsvorsteher für die Dauer von 5 Jahren ernannt.

Die Aufgaben des Stiftsrentmeisters sind ähnlich dessen eines Geschäftsführers. Die Hauptaufgabe des Stifts besteht darin, Bürgerinnen und Bürgern,möglichst aus dem Raum Lippe, seniorengerechte Wohnungen zur Verfügung zu stellen und Zugang zum Gemeinschaftsleben zu ermöglichen.Die Wohnungen sind zum Teil behindertengerecht; in jedem Fall barrierefrei.

Das Stift verfügt darüber hinaus über ca. 150 ha Ackerland und Wiese sowie ca. 100 ha Wald.

 

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Bildteppich von Lemgo

Historie des Stifts

Ein Stift mit langer Tradition

Das Stift St. Marien geht auf ein Dominikanerinnen-Kloster aus dem frühen 14. Jahrhundert zurück. Seit dem Jahr 1306 sind Dominikanerinnen in Lemgo sesshaft geworden und haben dort ein Kloster gebaut. Das Stift ist damit eine der ältesten Einrichtungen in Lemgo und auch im ganzen Kreis Lippe.

Im Jahr 1715 führte Graf Simon August das Stiftsstatut ein. Künftig sollte jeweils eine lippische Prinzessin als Äbtissin an der Spitze der vom Kloster zum Damenstift umgewandelten Einrichtung stehen. Erste Äbtissin wurde Prinzessin Amalia-Louisa-Wilhelmine zur Lippe.

Im Jahr 1887 gab es eine weitere Zäsur: Fürst Woldemar nahm dem Stift die Selbstständigkeit, übernahm die Leitung und Beaufsichtigung selbst.

Das Damenstift St. Marien hatte den Zweck, unverheirateten Töchtern aus Familien höherer Stände durch Verleihung von Präbenden die Mittel zur Führung eines einfachen, ehrbaren und frommen Lebens zu gewähren und durch das Zusammenleben im Stift zu gemeinsamer Beschäftigung in edlen und gemeinnützigen Werken anzuregen.

Im Jahr 1907 wurde die letzte Äbtissin Carola Prinzessin zur Lippe von ihrem Bruder, Fürst Leopold IV., dem letzten regierenden Fürsten in Lippe, in ihr Amt eingeführt.

Im Jahr 1923 ist dem Stift von der neuen demokratisch gewählten Landesregierung die volle Selbstständigkeit zurückgegeben worden. Im Rechtssinn handelte es sich fortan um eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Dem Freistaat Lippe, dem Landespräsidium, oblag die Rechtsaufsicht über das Stift.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Freistaat Lippe aufgelöst, dem Land Nordrhein-Westfalen angeschlossen und die Rechtsaufsicht über das Stift dem neu gebildeten Landesverband Lippe zugewiesen.

Prinzessin Carola starb 1958. Danach wurde die Leitung des Stifts von Stiftsrentmeistern wahrgenommen.

Spätestens nach der Vereinigung mit dem Stift Cappel zum Lippischen Damenstift St. Marien im Jahr 1972 hat sich die Zielrichtung grundlegend geändert.

Seit 2010 lautet der Name “Stift St. Marien zu Lemgo”.

 

Stiftung des öffentlichen Rechts

Im Jahre 1923 wurde dem Stift von der neuen demokratisch gewählten Landesregierung die volle Selbstständigkeit zurückgegeben. Im Rechtssinne handelte es sich fortan um eine Stiftung des Öffentlichen Rechts. Dem Freistaat Lippe, dem Landespräsidium, oblag die Rechtsaufsicht über das Stift.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Freistaat Lippe aufgelöst, dem Land Nordrhein-Westfalen angeschlossen und die Rechtsaufsicht über das Stift dem neu gebildeten Landesverband Lippe zugewiesen. Prinzessin Carola starb 1958. Danach wurde die Leitung des Stiftes von Stiftsrentmeistern wahrgenommen.